Tipp3

  Verzinnen von Platinen!  

 

 

Dieses mal ein Tipp aus dem Bereich der Platinenherstellung. Viele Bastler wünschen sich ihre selbst geätzten Platinen professioneller aussehen zu lassen. Dazu bietet der Handel allerlei Möglichkeiten an. Zu nennen wären unter anderem ein Galvanisiersatz (Conrad) oder chemische Produkte von Seno, auch die Möglichkeit mit Silbernitrat aus einem Photoshop brachten bei mir nicht das gewünschte Ergebnis. Entweder zu Aufwendig, zu Teuer oder zu Zeitaufwendig.

Der Tipp, den ich nun anzubieten habe, setzt eine geätzte Expozydharz-Platine voraus. Zum Testen reicht auch eine noch nicht geätzte Platine. Die benötigten Mittel sind allesamt in einen Baumarkt erhältlich oder bei OBI.

Die teuerste Investition ist der Heißluftfön, wenn man so etwas nicht schon sein eigen nennt. Hinzu kommt dann nur noch Weichlöt und Verzinnungspaste von Felder Löttechnik (mein Favorit) oder das Produkt Fittingslötpaste (Rosol) von Rothenberger. Diese Produkte liegen um die 7 TEuro und reichen für so 100 Europa Platinen (100x160). Zu finden sind diese meist in der Sanitär-Abteilung bei den Kupferrohren oder bei den tollen Gasbrennern.

Das Verzinnen ist simpel und benötigt einen Zeitansatz von nur 5 min. Jeder kann es sich denken. Die Platine wird mit der Fittingslötpaste bestrichen und mit dem Heißluftfön bei 300 – 400 C° erhitzt. (Evtl. geht das auch im Backofen) Natürlich bedarf es auch ein bisschen Übung, damit die Platine nicht zu Heiß wird und sich nicht Verfärbt. Deshalb nur Expozydharz-Platinen verwenden (Ist sowieso die schönere Variante). Und nun nicht alle gleichzeitig den Baumarkt stürmen.

In diesem Sinne: Viel Erfolg!

 

 

   

 

   

 


Vorherige Seite: Tipp2
Nächste Seite: Tipp4 - SMD ICs einlöten